Versailler Vertrag unterricht oberstufe

Aufgrund der aktuellen Schwankungen bei der Gesamtzahl der Schüler, des zunehmenden Mangels an öffentlichen Ausgaben, des steigenden Durchschnittsalters des Lehrpersonals und der neuen Aufgaben, die die Schulen erfüllen müssen, z.B. der Weiterentwicklung von Angeboten für die intramurale Ganztagsbetreuung, haben einige Bundesländer Planungsgruppen eingerichtet, die alternative Konzepte zur Regelung der Lehrerarbeitszeit diskutieren sollen. Mehrere Bundesländer haben inzwischen Sondermodelle für die Arbeitszeit der Lehrer eingeführt (Arbeitszeitkonten, Modell der voraussichtlichen Unterrichtszeiten), die die Arbeitszeit der Lehrer flexibel an die Schwankungen der Schülerzahlen anpassen sollen: Für einige Jahre müssen die Lehrer eine zusätzliche Zeit unterrichten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Anzahl der Unterrichtszeiten für die gleiche Dauer um einen Zeitraum verkürzt. Die Kurse in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache dauern jeweils drei bis fünf Perioden pro Woche, Natur- und Sozialwissenschaften jeweils zwei bis drei. Spätestens ab klasse 7 werden je nach Schulart weitere drei bis fünf Perioden pro Woche für eine zweite Fremdsprache als Pflicht- oder Wahlfach ausgegeben. Der Zeitaufwand für andere Pflicht- oder Wahlfächer (Musik, Kunst, Sport, vorberufliche Studien) und Religionsunterricht variiert je nach Fächern und Schulart und beträgt insgesamt 28-30 Unterrichtsstunden. Im Sekundarbereich I des achtjährigen Gymnasiums wird die Zahl der Wochenstunden in der Regel um zwei bis vier Wochenstunden erhöht. Im Oktober 2018 veröffentlichten die Länder die Empfehlung “Demokratie als Ziel, Fach und Praxis der historisch-politischen Bildung und Erziehung in Schulen” (“Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politische Bildung und Erziehung in der Schule”) in einer grundlegend überarbeiteten Form. Die KMK wird auch in Zukunft die demokratische Schul- und Unterrichtsentwicklung fördern und alle teilnehmenden Institutionen und Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und sich an der Gestaltung von Schulen und zivilgesellschaft zu beteiligen. Um das Engagement von Lehrern, Fachkräften und Schülern für eine demokratische Entwicklung in der Schule und in der Gesellschaft weiter zu stärken, haben sich die Länder bereit erklärt, verschiedene Maßnahmen zu unterstützen.